Amüsanter Abendplausch im Botanischen Gartens am 24.09.2018

Bilder: J.Haag

Joachim Reutter – Gärtner im Arboretum – gestaltete eine informative und unterhaltsame Führung für uns.
Es gab viel zu bestaunen: eine große Vielzahl an Apfelbäumen, mehrfach veredelte Bäume – bekannte Sorten sowie Raritäten, Wildzwetschgen, Aroniabeeren, Exoten wie Indianerbananen und viele weitere Sträucher …  Joachim Reutter kann sehr viele spannende Dinge erzählen und erheiterte uns mit der ein oder anderen Anekdote. Herzlichen Dank!

Text: J.S.

Wenn Fachwarte radeln, lacht der Himmel...

Mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gings vom Malus aus los zur jährlichen Radtour.

Nach etwas Informationsaustausch über das trocken-heiße Wetter und den Obstbehang radelten wir mit Guide Armin Richtung Weiler Burg am Rammert entlang.

Für das Ziel Weiler Burg waren einige Höhenmeter zu erklimmen, deshalb gab es dort eine Pause und die Anstrengung wurde bei dem schönen Wetter auch mit einer schönen Sicht über das Neckartal belohnt.

Von nun an ging es bergab ins Katzenbachtal Richtung Bad Niedernau, vorbei an einer Höhle im Muschelkalk, dann an der erfrischenden Römerquelle vorbei, und schließlich Weiterfahrt ins Neckartal nach Bieringen zur Einkehr in den Kaiser.

Gut gestärkt radelten wir nach Nellingsheim, wo uns Berthold Kienzle in der Obstanlage erwartete.

Berthold Kienzle gab viele interessante Informationen über die Größe und Pflege der Obstanlage. Auch hier gab es einen qualitativ und quantitativ sehr schönen Behang an den teilweise über 50 Jahre alten Bäumen. Herzlichen Dank an Berthold Kienzle für die Führung und die Getränke.

Zuletzt ging es wieder bergab über Obernau zum Ausklang mit Kaffee und Kuchen ins Malus.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren von der Tour begeistert und freuen sich bereits auf die Tour im kommenden Jahr.

Auch hier nochmals ganz herzlichen Dank an Armin, der die Tour organisiert hat!

(Text: G. Maier)

 

 

Impressionen vom "Plausch am Gartenzaun"

Sortenvielfalt am Beispiel Tomaten vom 19.09.2018

 

Bilder: K.Maier

Mit kleiner Fachwart-Delegation zu Besuch im Obstparadies

 

Martin Geng erläutert seine Mulch- und
Schnittmethoden
Köstlichkeiten aus Streuobst im Obstparadies
Bilder: K. Maier

Am Samstag 16.06. waren ein paar Fachwarte nach Staufen gefahren, um Martin Gengs Obstparadies  zu bewundern. Die 10 ha liegen an den idyllischen Hängen der Burg Staufen in der Nähe des Kaiserstuhls, begünstigt durch das warme Weinbauklima. Martin führte uns durch die Neuanlage seiner Streuobstschätze, die etwa ein Drittel seiner Baumbestände ausmacht.
Wie viele Äpfel isst der Deutsche durchschnittlich pro Jahr? Wieviel davon ist ungespritzt? Mit einigen dieser spannenden Fragen wurde humorvoll die Führung begonnen. Familie Geng hat in mühevoller Kleinarbeit die Antwort auf die automatisierte Landwirtschaft geschaffen, um als Familie davon leben zu können und mit sehr viel ökologischem Nutzen für die gesamte Region sinnvolles zu tun. Nicht nur 130 verschiedene alte Apfelsorten wurden neu angepflanzt, sondern auch viele Versuche weniger bekannter Früchte, wie Kaki, Indianerbanane, Maulbeeren, Milchorangen waren zu bewundern und auch direkt vom Baum zu kosten. An 6 verschiedenen Stationen, die mitten auf der Wiese aufgebaut waren, durften auch die verarbeiteten Produkte probiert werden. Leckere Liköre, Seccos, sortenreine Säfte sowie Häppchen mit selbstgemachten Aufstrichen wurden mitten in den sonnigen Streuobstwiesen verkostet. Anschließend konnten diese Köstlichkeiten im Hofladen auch erworben werden. Insgesamt waren es wunderschöne Stunden im paradiesischen Gelände und jedem, der zu diesem Termin keine Zeit hatte, kann der Besuch dieser Idylle empfohlen werden.

(Text: K.M.)

Lorenz Truffner neuer Mostkönig bei den Fachwarten

 

 

Hell, dunkel, klar, getrübt -
welches ist der beste?
Lorenz Truffner, ganz links, wird die Fachwartschaft
beim Landkreisentscheid vertreten
Bilder: Alfred Strasdeit

Mostprämierung der Fachwarte am 03. Mai im Malus in Kiebingen

5 Fachwarte brachten insgesamt 11 Moste zum Verkosten. Nach einem guten Wurstsalat-Vesper ging’s ans Moste bewerten. Alle Sinne waren gefragt: das Auge bewertete die Farbe und die Klarheit, die Nase beurteilte den Geruch – und zu guter letzt wurde der Geschmack und die Harmonie des Mosts bewertet. Jede/r von uns zwölf Verkostern füllte einen eigenen Bewertungs-Bogen aus.

Nachdem alle Moste verkostet waren, erklärten uns die Mostmacher die Besonderheiten ihrer Moste: welche Apfel- und Birnensorten wurde verwendet, wann wurde gemostet, was wurde zugesetzt…

Als Sieger wurden gekürt:
1. Platz mit 217 Punkten Lorenz Truffner
2. Platz mit 206 Punkten Gerhard Helle
3. Platz mit 205 Punkten Berthold Kienzle.

Nun sind wir gespannt, ob einer von den dreien – oder gar alle drei? - im Landkreisentscheid gewinnen.

Am 16. Mai, um 19 Uhr in Nehren wird schließlich der der beste Most des Streuobstparadieses gekürt, die Sieger der fünf Landkreise treten dort gegeneinander an.(J.S.)

Plausch am Gartenzaun: Boden-Düngung und Mulchen

Einige interessierte Fachwarte kamen am 07.04.2018 im Botanischen Garten zusammen, wo Frau Brigitte Fiebig die Veranstaltungsreihe "Plausch am Gartenzaun" eröffnete.

Nach der Vorstellung von verschiedenen Materialien (Rindenmulch, Pflanzenfaser, sowie selbst gehäckseltes Mulchmaterial) folgte ein fundierter Vortrag zum Thema Boden.
Themen waren die Zusammensetzung des Bodens mit seinen Lebewesen, dessen Gleichgewicht für ein gesundes Pflanzenwachstum grundlegend ist. Probleme entstehen sobald dieses Gleichgewicht gestört wird. Wichtig ist ein guter Humus, der Nährstoffe speichern und abgeben kann. Ein gutes Bodenleben kann man mit Kompost und organischem Material fördern.

Wenn man die Ausgangslage des jeweiligen Bodens berücksichtigt, kann man entsprechend düngen. Hilfreich hierfür ist eine Bodenanalyse, die man von einschlägigen Laboren durchführen lassen kann. Eine Überdüngung kann nämlich wiederum zu Mangelerscheinungen und einer Störung des gesamten Bodengleichgewichts führen. Chemisch hergestellte Dünger (z.B. Blaukorn) stellen den Pflanzen zwar zügig die Nährstoffe zur Verfügung, sind aber hinsichtlich des Bodenlebens und ökologisch kritisch zu betrachten. Organische Dünger wirken langsamer, wirken sich aber positiv auf die Bodenstruktur und die Lebendigkeit des Bodens aus. Die Nährstoffe wirken nachhaltiger, können zwischengespeichert werden und bei Bedarf freigesetzt werden.

Angerissen und diskutiert wurde das Thema terra preta und vital carbon: Forschungen, die Biokohle (aus dem Verbrennen des Schnittguts) als wichtigen Nährstoffspeicher wieder dem Boden zuzufügen.

Mulch (unverrottetes organisches Material) fördert ein gesundes Bodenleben. Mulch um die Pflanzen herum auf den nackten Boden aufgetragen, hilft gegen Austrocknung im Sommer, unterdrückt Unkraut und wirkt wie eine Flächenkompostierung.

Diskutiert wurde inwiefern eine Düngung in Obstbaumwiesen Sinn macht: der Zwiespalt zwischen  Artenreichtum einer Wiese und gleichzeitig gesunden Bäume mit großen schönen Äpfeln, wofür der Boden Nährstoffe benötigt, wurde deutlich gemacht. Frau Fiebig empfiehlt nur die Baumscheiben/bzw. den Trauf zu düngen – am besten mit organischem Material bzw. organischen Düngern.
Fazit: wir sollten nicht die Pflanzen düngen sondern unseren Boden, er gibt dann den Pflanzen was sie zum Leben brauchen.
 

(Text: Christof Lösel, Judith Skell)

Schnittaktion in Buchbach am 16.03.2018

Am Freitag 16.03.2018 fand wieder eine Schnittaktion im Gomaringen statt. Wer mehr dazu lesen möchte, schaue sich den wunderbaren Artikel von Angela Hammer an. Unter:

http://www.ogv-gomaringen.de/2018/03/16/fachwarte-verjuengen-den-buchbach/

 

Schnittaktion in Kalkweil am 10.03.2018 im Rahmen des Streuobstpflegetags der Stadt Rottenburg

13 Fachwarte (davon 7 aus dem letzten Kurs), waren von 9 bis 16 Uhr eifrig am Sägen und Schneiden. Selbst der Nieselregen am Vormittag lies uns die gute Laune nicht verderben. Wir hatten Spaß am gemeinsamen Schaffen und Diskutieren, eine gute Versorgung mit Brötchen, Kaffee und selbstgebackenem Hefezopf. Das Ergebnis: 46 geschnittene Hochstämme.

Die Bäume waren stark vom Hagel (2013) geschädigt, und seither nicht mehr geschnitten. Im oberen Teil der Krone überbaut von zu starken Seitenästen, verhungerte Leitäste und teilweise am Vergreisen. Deshalb mussten wir viel Holz rausnehmen. Nun hoffen wir, dass sich die Bäume wieder gut entwickeln und neuen Austrieb bringen.

Neben unserer Schnittaktion fand um 14 Uhr ein öffentlicher Schnittkurs von Joachim Löckelt statt, ca. 20 Interessierte nahmen teil.

Der Streuobstpflegetag ist eine gemeinsame Veranstaltung der Fachwartvereinigung Tübingen, dem OGV Rottenburg und der Stadt Rottenburg. Organisiert wurde er vom OGV Rottenburg, von Armin Raidt und Hannah Wagner (Umweltbeauftragte der Stadt Rottenburg). Herzlichen Dank für die Organisation!

Eine gelungene Sache wenn wir Fachwarte gemeinsam eine Menge Bäume pflegen und so viel Spaß dabei haben.

(Text: A.R. und J.S.)

 

(Bilder: Skell)

Baumschnittaktion an der Franz. Schule in Tübingen am 23./24.2.2018.

Auf dem Schulgelände befindet sich eine Streuobstwiese mit 11 verschiedenen Bäumen. Diese wurden seit längerem nicht mehr gepflegt und hatten einen Schnitt dringend nötig. So entstand bei mir die Idee gemeinsam mit interessierten Eltern, Schülern und Lehrern unter Anleitung von Fachwarten die Bäume zu schneiden. Auftakt war am Freitagnachmittag ein Schnittkurs mit Joachim Löckelt. Er erklärte einige Grundregeln und schnitt exemplarisch einen der Bäume. Trotz eisiger Temperaturen und Krankheitsausfällen kamen zehn Eltern und Erzieherinnen. Alle waren interessiert dabei, stellten rege Fragen und wollten die Geheimnisse des Baumschnitts verstehen. Ein sehr gelungener Schnittkurs mit vielen positiven Rückmeldungen.
Am nächsten Morgen standen sechs Fachwarte bereit und wir schnitten gemeinsam mit den Lerninteressierten fünf Apfelbäume, versuchten auszulichten und wieder Struktur in die viel zu dichten Kronen zu bringen. Es wurde fleißig gesägt, geschnitten und diskutiert. Auch unter den Fachwarten – nicht anders zu erwarten – entstanden rege Diskussionen. Einige Steinobstbäume müssen noch geschnitten werden. Alle sind gespannt, wie die Bäume auf unseren Schnitt reagieren. Die Gruppe hat großes Interesse am Thema Baumschnitt und will dranbleiben und weiterschneiden. So ist eine weitere Aktion im Sommer angedacht. Wir konnten Interesse wecken und Wissen vermitteln. Das ist für uns Fachwarte als Multiplikatoren doch ein sehr erfreuliches Ergebnis! Herzlichen Dank an Joachim Löckelt für den tollen Schnittkurs. Und ein dickes DANKESCHÖN an die Fachwarte, die diese Aktion unterstützt haben! Ohne euch hätte die Aktion so nicht stattfinden können.

(Text: J.S.)
 
Trotz trübem Wetter wurde eifrig gelehrt und geschnitten. 
 
Dank der hilfsbereiten Fachwarte
dürfen auch zukünftig die Schüler 
gepflegte Bäume bewundern und beernten.
(Bilder: Skell)
   

Mitgliederversammlung am 21.02.18 in Bühl

Am 21.02.2018 fand unsere Mitgliederversammlung in der Gaststätte Germania in Bühl statt. 41 Mitglieder waren anwesend. Zuerst hörten wir den Vortrag von Thilo Tschersich (Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau Landratsamt Reutlingen)  "Streuobstprojekt zum Erhalt alter Obstsorten".

Er erläuterte uns das Projekt, berichtete von Erfahrungen und Ergebnissen. Unser Vorstand stellte anschließend zur Debatte, ob die Fachwartvereinigung ein ähnliches Projekt für den Landkreis Tübingen initiieren könnte. Die Software für die App, mit der die Gütlesbesitzer ihre Sorten und Standorte eingeben können, müsste überarbeitet und verbessert werden.
Aus der Runde der Mitglieder gab es zahlreiche Wortmeldungen. Stimmen, die das befürworten "Ja das wäre super wenn es das bei uns im Landkreis Tübingen auch gäbe". Es gab aber auch kritische Stimmen: "Wie sollen wir als Verein ehrenamtlich solch ein Projekt stemmen? Dafür bräuchte es Personalressourcen" ... Es wird nun dazu einen "Arbeitskreis Sortenerhalt" geben. Interessierte, die dabei mitwirken möchten, sollen sich bis 20.03. bei Christian Wieland (info@fachwarte-kov.de) melden. Dieser Arbeitskreis macht sich Gedanken zur Finanzierung, zur Abwicklung, zu den Inhalten, zur Zielrichtung.
Armin gestaltete einen Jahresrückblick aufs letzte Jahr, der mit Fotos untermalt wurde. Es folgte der Kassenbericht. Die Kassiererin und die Vorstände wurden von der Versammlung entlastet. Im Moment hat unser Verein 121 Mitglieder. Aus dem Fachwartkurs 2017 sind 20 neue Fachwarte dem Verein beigetreten. Das ist sehr erfreulich! Christian gab für dieses Jahr einen Ausblick, was an Aktionen und Fortbildungen geplant ist. Es lohnt sich immer mal wieder auf die Homepage zu schauen, da dort alle Termine zu finden sind.

(Text:J.S.)

 

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